Schifteh Hashemi-Gerdehi

UWC sind die gelebte Utopie einer Welt, die möglich wäre.

Schifteh hat von 2002 bis 2004 das Li Po Chun United World College in Hongkong besucht. Für sie waren diese zwei Jahre eine der inspirierendsten und prägendsten Erfahrungen. Am UWC erlebt man die Welt, wie sie tatsächlich ist – in ihrer Vielfalt, Komplexität und in all ihren Widersprüchen. Das ist nicht immer nur toll und einfach, aber es ist eine intensive Erfahrung, die einen jungen Menschen reifen lässt. Toleranz, Wertschätzung, Respekt und Offenheit werden am UWC gelebt, nicht nur theoretisch gelehrt, das macht den großen Unterschied zu vielen anderen (internationalen) Schulen. “Nebenbei” knüpft man starke Freundschaften, die auch Jahrzehnte später noch fester sind als manche Familienbande.

Schifteh war schon immer ein politisch denkender Mensch, das wurde im UWC nochmal be- und verstärkt. UWC hat ihr auch gezeigt, dass es nicht nur reicht, gute Ideen und wichtige Werte wie Toleranz und Respekt zu leben, man kann, darf und muss andere Menchen mit diesen Ideen auch anstecken können, wenn man etwas verändern möchte. Deshalb war es für Schifteh auch nur logisch, nach dem Studium in die Politische Arbeit einzusteigen. Schifteh arbeitet aktuell für das Netzwerk Sozialer Unternehmen in Österreich, bezeichnet sich als Lobbyistin für das “Gute Leben für alle” und engagiert sich für die Neuauflage des Frauenvolksbegehrens in Österreich.

Die Welt brauch Idealist*innen, Träumer*innen und Macher*Innen. Aber mehr noch als die herausragende Leistung Einzelner, braucht die Welt in Schiftehs Augen Frauen* und Männer*, die gemeinschaftlich arbeiten, denken und leben können. Diesen Wert der Gemeinschaft, abseits aller Unterschiede und Unterschiedlichkeiten, vermittelt der Besuch eines UWCs auf sehr praktischer Ebene. UWC ist die gelebte Utopie einer Welt, die möglich wäre. Allein deshalb lohnt es sich, die Bewerbung auf sich zu nehmen.

Bildnachweis: Copyright by Kristina Satori