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Unterrichtsministerin Claudia Schmied am UWC in Mostar

(Sonntag, den 18. November 2012)

Am Mittwoch, den 26. Oktober hat die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied, dem United World College in Mostar einen Besuch abgestattet. Gemeinsam mit anderen Vertretern Österreichs, wie Dr. Wolfgang Petritsch und Dr. Donatus Köck, kam sie, um sich über Grundprinzipien und die vielen Vorteile eines UWC zu informieren.

Als österreichischer Schüler am UWC in Mostar (UWCiM) hatte ich, gemeinsam mit meinen österreichischen MitschülerInnen Christina Hasenhüttl, Myriel Meissner und Markus Travnicek, die Ehre einen Tag mit Dr. Claudia Schmied zu verbringen, um ihr das UWC Mostar näher zu bringen und ihr alle Vorteile zu erklären. Natürlich nutzten wir dabei auch die Chance, ihr einige Fragen zu diesem Thema zu stellen. Nach einem kleinen Bummel durch die Altstadt von Mostar, ließen wir uns in einem guten Restaurant nahe der alten Brücke nieder, um einige sehr interessante Gespräche, was Schule betrifft, zu führen. Von der Zentralmatura über die neue Ganztagsschule, kamen wir bei dem Thema an, mit dem sich das United world College am meisten beschäftigt: Wie sollte die Menschheit und in diesem Falle auch Österreich mit Diversität umgehen? Die Antwort von Frau BM Dr. Schmied war deutlich zu verstehen: Respekt und Achtung setze Selbstrespekt und Selbstachtung voraus. Menschen bräuchten Ichstärke, Mut, Unternehmensgeist und Zuversicht, um sich etwas zu trauen, um etwas anzupacken, um alles zu tun, damit Integration gefördert würde.

Kurz und prägnant: Frau Dr. Schmied hat genau UWC-SchülerInnen beschrieben, was wiederum die Frage aufwarf, ob ihrer Meinung nach österreichische Schulen etwas von UWC lernen können? „Absolut“! Integration war hierbei wieder ein großes Stichwort. Frau Dr. Schmied meinte, dass sie das gemeinsame Lernen und auch Leben über Nationalitäten hinweg beeindrucke und fasziniere. Sie möge die Tatsache, dass es hier viel kulturelles Verständnis gibt und verschiedene Religionen und Kulturen akzeptiert werden. Hätte sie noch ein Argument gegen Ausländerklassen in Österreich, die ihr vor einigen Tagen vorgeschlagen wurden, gebraucht, dann wäre UWC auf jeden Fall eines gewesen. Auch gefalle ihr hier, dass man sieht, dass Lehrerfortbildungen wirklich einen Effekt auf die SchülerInnen haben und sie unterstütze die Aussage der österreichischen Lehrerin auf dem UWCiM, Barbara Lichtner: „If teachers are on fire, students are also on fire!“ Sie äußerte sich außerdem positiv zum Verhältnis zwischen den SchülerInnen. Viele AbsolventInnen von UWC bleiben auch nach den zwei Jahren, die dieses Schulsystem beansprucht, in Kontakt – auch das könne man nach Österreich importieren.

Dass Frau BM Dr. Schmied von Austauschprogrammen viel hält, hat man gesehen, aber wie sieht die Zukunft in diesem Bereich aus? Auf jeden Fall sehr positiv! Mehr SchülerInnen auf UWC und auch auf andere Schulen im Ausland zu schicken, sei vorstellbar – Österreich arbeite daran, mehr daraus zu machen, weil es auch für das Land selbst eine unglaubliche Bereicherung sei. Man entwickle Selbstbewusstsein, Mut und Persönlichkeit, was sich durchaus sehr gut auf Österreich auswirken kann.

Natürlich fühlten wir uns durch die Aussagen von Frau BM Dr. Schmied geschmeichelt, da sie uns zeigten, dass sie unsere Taten sehr schätzt.

To make education a force to unite people, nations and cultures for peace and a sustainable future!

von Maximilian Wald